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Modernisierung des Kanalabschnitts „Langer Trödel“

„Langer Trödel“ ist der Name eines zehn Kilometer langen Kanalabschnitts in Nordbrandenburg, der die STREICHER Tief- und Ingenieurbau Jena GmbH & Co. KG und deren Niederlassung Berlin-Brandenburg in den vergangenen Jahren beschäftigte. Im Auftrag des Wasser- und Bodenverbandes „Schnelle Havel“ wurde ein Teilstück des Finow-Kanals zwischen Liebenwalde und Zerpenschleuse wieder für den Sportbootverkehr schiffbar ausgebaut. Bei dem Projekt arbeiteten zahlreiche  STREICHER Mitarbeiter aus dem Wasserbau, Brücken- und Ingenieurbau sowie dem Straßenbau eng zusammen.

STREICHER wurde mit vier separaten Losen dieses Vorhabens beauftragt: dem Bau einer Schleuse, der Errichtung von drei beweglichen Brücken, dem Kanalausbau mit Nassbaggerung sowie der Totholzberäumung und Herstellung des Lichtraumprofils auf ca. sieben Kilometern Länge und der Schaffung von drei Ausweichhabitaten für Biber. Der Ausführungszeitraum erstreckte sich über zwei Jahre.

Der Finowkanal gilt als älteste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Ihn durchgehend zu befahren, war nicht mehr möglich, seitdem man 1924 die Schleuse bei Zerpenschleuse zugeschüttet hatte. Mit diesem Schritt wurde der westliche Teil des Kanals regelrecht abgeschnitten und zum stehenden Gewässer. Den „Langen Trödel“ auszubauen und wieder an den Finow-Kanal anzubinden, war ein wichtiges Teilprojekt der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN). Das Ziel ist, zwischen Berlin und Ostsee das größte zusammenhängende Chartertourismusgebiet Europas zu entwickeln – mit einer Kanallandschaft, die sich über 345 Kilometer erstreckt.